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Maja Häusermann: Stille

Diese Bilder gehören einer Leidenschaft. Das ist spürbar. Keine zu-Fälle, nein, das Resultat stetigen Wanderns, radikalen Schauens, bewussten Inne-Haltens. Man muss viel und lange unterwegs sein, um diese höheren und einsamen Regionen zu erreichen. Ob in den Alpen, ob in Kirgistan oder Chile. Diese Fotografiensetzten physische Efforts geradezu voraus. Sie profitieren von ihnen, sind Lohn der Anstrengung. Und doch stellt sich jener trügerische Effekt nicht ein, den andere Fotobücher als Erfolgsmeldung verbreiten. Hier ruht mehr Wahrheit.

Maja Häusermann ist Ärztin. Sie sieht viele Körper, sie hat den Blick fürs Körperhafte. Ihre Berge sind lebende Wesen. Sie atmen. Sie haben eine Haut. Häute mit Schürfungen und Schrunden, Häute mit Falten, mit Glitzerlichtern oder Schattenfugen. Bergflanken lassen ihre Muskeln spielen, schön wölben sich ihre Schultern. Abhänge, Halden, Kuppen, Gräte, Täler: wie Körperteile. Manchmal wird sogar das <Gerüst> sichtbar. Aber zumeist dominiert das Morphologische, welches die Geologie als zarte Membran überzieht und schützt.

Wir können von den Aborigines lernen, dass jeder Fels seine eigene Gestalt hat und einen eigenen Namen erhält. Dass die scheinbar tote Materie lebendig ist und beseelt, nicht nur Orientierungshilfe, sondern Nachbar. Wesensverwandt.

Maja Häusermann: Stille,
Hardcover, 56 Seiten, 19 x 29 cm, 41 Fotografien
ISBN 978-3-9523228-9-5
CHF 38.00 | EUR 23.00

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Wenn wir Maja Häusermanns Fotobilder so „zu lesen“ beginnen, blüht ihr Reichtum auf. Jetzt bemerken wir die Stille, die aus der einsamen Anschauung und Begegnung stammt. Wir bewundern die Weite, die Weiten, die gelassene Ausstrahlung innerer Ruhe. Berge sind stark. Berge sind mächtige Körper. Berge sind ewig.

So verwandelt sich Landschaft in einen inneren Kosmos. Jetzt ist Meditation möglich, ja Anbetung.
Jetzt wirkt das Gewicht der Schöpfung. Selbstlose Schönheit, Gleichgewicht, Dauer regieren. Wir erleben die positive Kraft ihres Daseins. Dasein überhaupt. Wir erleben das ständige Wunder einer stillen Präsenz. Als einzige Zeit verbleibt das Wetter, das wechselnde Licht. Die Natur wartet nur, „wahr“ genommen zu werden. Das Auge der Fotografin führt den Dialog. Maja Häusermann offenbart diese Wahrheit in ihrer Arbeit.


   
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